20.01.2018

Ausbildung 2018

(Gießener Allgemeine, 20.01.2018)

Augenoptiker – Beruf mit tollen Perspektiven

Augenoptiker: Mode, Beratung und Handwerk

Gutes Sehen und attraktives Aussehen, der Augenoptiker von heute kümmert sich in zweierlei Hinsicht um seinen Kunden. Besseres und komfortables Sehen werden mit modischer Beratung kombiniert. Dabei steht der Kontakt zu Menschen neben handwerklichen Tätigkeiten im Vordergrund.

Wie kaum ein anderer Beruf vereint der Augenoptiker handwerkliches Arbeiten und Kundenumgang. Auszubildende der Augenoptik sind nicht nur in Verkauf und Beratung, sondern auch in der Brillenfertigung eingesetzt. Ob Brillenfassungen anpassen oder reparieren, Brillengläser einschleifen, Gläser messen oder zentrieren: ein wenig handwerkliches Geschick sollte man neben der Freude am Umgang mit Menschen auf jeden Fall mitbringen.

Die Schulfächer Mathe und Physik spielen eine gewichtige Rolle. Daneben sind soziale Kompetenz und Verkaufstalent (das man erlernen kann) von Vorteil. „Auch für Mode sollte man sich interessieren“, macht Rainer Reichel, Ausbildungsleiter bei Neusehland in Gießen deutlich. Der Beruf des Augenoptikers ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie findet im Betrieb, aber auch in der Berufsschule statt. Diese gibt es in Frankfurt und Kassel. In der Regel verbringt ein Auszubildender ein bis zwei Tage pro Woche in der Schule. An den anderen Tagen berät er Kunden bei der Auswahl von Brillen und Gläsern im Laden oder ist in der Werkstatt tätig.

Augenoptiker sind gesucht. In Deutschland gibt es rund 48.000 Augenoptiker und nahezu Vollbeschäftigung, d. h. eine sehr geringe Quote an Arbeitslosen. Und nach der Ausbildung? Der Beruf bietet hervorragende Zukunftsperspektiven und Aufstiegschancen: Entweder arbeitet man in der Werkstatt, im Ladengeschäft oder man entscheidet sich nach einiger Zeit dazu, die Meisterprüfung abzulegen oder an einer Fachhochschule ein Studium zum Bachelor Augenoptik zu beginnen.

Wer gerne Menschen hilft, Spaß an Mode hat (man denke nur an die aktuelle Sonnenbrillenmode) und über ein wenig handwerkliches Geschick verfügt, für den ist eine Ausbildung zum Augenoptiker genau das Richtige. Bewerben sollte man sich jetzt für das Ausbildungsjahr 2018, das am 01. August 2018 beginnt.

Hörakustiker haben Zukunft

Der Hörakustiker: Kompetente Kundenberatung und
individuelle Anpassung von Hightech-Hörgeräten.

Im Vordergrund steht beim Hörakustiker die Anpassung von unterschiedlichen Hörsystemen (Hörgeräte). In der Ausbildung werden aber auch medizinisches Fachwissen und fundierte kaufmännische Kenntnisse vermittelt. Da der Beruf handwerkliche Fertigkeiten mit individueller Kundenberatung vereint, ist eine soziale und kommunikative Kompetenz im Umgang mit Menschen von großer Bedeutung. „Man muss also Menschen und den Kontakt mit Ihnen mögen“, so Thomas Kupka, Prokurist beim Augenoptik- und Hörakustikunternehmen

Neusehland, bei dem zur Zeit 17 Hörakustiker ausgebildet werden. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule in Lübeck statt. Etwa zur Hälfte der Ausbildungszeit wird eine Zwischenprüfung abgelegt, am Ende die Abschlussprüfung zum Hörakustik-Gesellen. Im beruflichen Alltag misst der Akustiker zunächst verschiedene Kenndaten, die die Hörminderung beschreiben. Anschließend werden die Hörgeräte, man spricht hier von Hörsystemen, an die ermittelten Daten angepasst. Dafür ist technisches Verständnis erforderlich, aber auch Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen. Denn hierbei muss das subjektive Klangempfinden des Kunden ausgelotet werden, um das beste Ergebnis zu erzielen: Gutes und für den Kunden angenehmes Hören.

Für die Herstellung einer sogenannten Otoplastik, eines individuellen Ohrpassstückes, benötigt der Hörakustiker handwerkliches Geschick. Mithilfe einer Abdruckmasse entsteht ein solches durch Abformen von Gehörgang und Ohrmuschel.

Der Beruf hat Zukunft, weil es immer mehr ältere Menschen gibt. Aus diesem Grund ist Arbeitslosigkeit bei Hörakustikern ein Fremdwort. Es bestehen attraktive Aufstiegschancen über die Ablegung einer Meisterprüfung bis hin zur Leitung einer eigenen Hörakustikabteilung und gute Verdienstmöglichkeiten.

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