17.08.2018

Klare Sicht für Kasachstan

Optiker „Neusehland“ spendet 150 Brillengestelle an Helferverein

KORBACH. Bei weitem nicht jeder, der in Kasachstan eine Brille braucht, hat auch eine, kann sie sich leisten oder auch nur die Fahrt in die nächste Stadt zum Optiker finanzieren – Grund für das seit vergangenem Jahr auch in Korbach ansässige Firma „Neusehland“, zu helfen: Im Namen des Familienunternehmens hat Niederlassungsleiterin Laura Thielemann deshalb 150 Brillengestelle für den Verein „Hoffnung für Kasachstan“ übergeben.

Hilfe in entlegenen Dörfern

Einmal im Jahr reisen Mitglieder zusammen mit bis zu drei Optikern in das Land, erklärt Stephan Diehl als Vertreter des Vereins. Almaty, Qostanai, die Umgebung des Atomwaffentestgeländes Semipalatinsk: Sie sind an vielen Orten tätig, auch in weit abgelegenen Dörfern. Meist kommen sie über Kirchengemeinden in Kontakt zu den Menschen. „Wir sind schon viele Jahre tätig, aber es spricht sich immer weiter herum“, erklärt er, „Wir versuchen, niemanden abzuweisen.“ Ohne solche Spenden wie diese wäre diese Hilfe nicht möglich, erklärt Diehl. Nachdem Optiker die Menschen in Kasachstan untersuchen, stellt ein dortiger Kontakt die Gläser her – das finanziert der Verein aus Spenden. Die von Neusehland gespendeten Gestelle wurden von großen Labels produziert, ihr Wert liegt im Schnitt im dreistelligen Bereich.

Lange Partnerschaft

„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende vielen Menschen in Kasachstan zum besseren Sehen und damit auch zu mehr Lebensqualität verhelfen können“, erklärt Laura Thielemann das Engagement des Unternehmens mit 33 Niederlassungen in Hessen. Die Korbacher Niederlassung ist neu, doch das Familienunternehmen unterstützt „Hoffnung für Kasachstan“ schon lange. Der Verein sammelt auch medizinische Geräte, Kleidung und Spielsachen. Er ist überregional und überkonfessionell, erklärt Stephan Diehl – dass viele Russlanddeutsche Mitglieder sind, erleichtere jedoch die Kommunikation. Am meisten Stress seien die zehntägigen Fahrten für die Optiker: Oft arbeiten sie im Freien mit 100 bis 120 Kunden an Tag. Vielleicht, sagt Laura Thielemann, gelänge es ja, bei Neusehland weitere Helfer zu gewinnen.

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