25.08.2018

Rosige Aussichten für Krimifans

Es wird wieder mörderisch in Gießen und Umgebung: Uwe Lischper lädt vom 28. September bis 10. November zum Gießener Krimifestival ein. Neben TV-prominenten Vorlesern wie Mark Waschke, Ullrich Matthes, Tim Bergmann oder Fabian Hinrichs ist sogar eine Geigerin von Weltruf dabei.

Eine Zukunft in Schwarz-Weiß verspricht Uwe Lischper diesmal den Besuchern seines Gießener Krimifestivals und lässt einen stilisierten Häftling von den ab heute ausliegenden Flyern den Krimifans entgegenblicken.

Doch die dürften zumindestens ihre nahe Zukunft eher rosig sehen, denn was Lischper vom 28. September bis 10.November aufwartet, lässt die Herzen der Fans von mörderischem Spaß und fiktiven Verbrechen höherschlagen. Es ist wieder einmal ein rundum gelungenes Krimifestivalprogramm geworden, das mit 48 Veranstaltungen in Stadt und Landkreis, zehn weniger als im Vorjahr, echte Attraktionen bietet. Schon allein die Reihe der prominenten Vorleser kann sich sehen lassen. Los geht es am 28. September mit dem Berliner »Tatort«-Publikumsliebling Mark Waschke, der in der Tanzschule Astaire’s aus »Tote haben keine Freunde« des Autorenduos Rath und Rai liest. Auch Schauspieler Ullrich Matthes, am 12. Oktober bei Neusehland mit einem Portugal-Krimi von Gil Ribeiro zu erleben, stand schon lange auf Lischpers Wunschliste. Nun hat es endlich geklappt. Etwas unerwartet, dafür aber umso willkommener, ist die Zusage von »Tatort«-Kommissar Fabian Hinrichs, der am 3. November bei Herrenausstatter Köhler für die kurzfristig verhinderte Marie Bäumer einspringt.

 

Krimi-Ikonen am Start

Ein Wiedersehen gibt es mit Taunus-Kriminalist Tim Bergmann, der auch gleich den neuen Krimi »Im Wald« von Nele Neuhaus zur Lesung am 29. September bei Carlé mitbringt. Schon ein alter Bekannter in Gießen ist Overbeck-Darsteller Roland Jankowski, der am 19. Oktober bei Art und Office Kurzkrimis serviert. Auch Joe Bausch, der Knastdoktor und TV-Gerichtsmediziner, ist wieder mit von der Partie und präsentiert am 29.Oktober im Kinopolis wahre Geschichten von Menschen hinter Gittern. Eine echte Überraschung ist Geigerin Natasha Korsakova, die mit »Tödliche Sonate« ihr Krimidebüt gibt.

Die Violinistin, die als eine der gefragtesten Geigerinnen ihrer Generation gilt, wird tatsächlich am 22. Oktober im Netanya-Saal nicht nur ihr Instrument spielen, sondern auch ihre Krimidebütgeschichte um den Mord an einer unbeliebten Agentin präsentieren. Klassische Musik und Krimiliteratur – hier kommen sie zusammen. Prominente Vorleser, die aus fremden Krimis lesen, sind das eine – Autoren, die aus ihren eigenen Werken lesen, das andere. Beim Krimifestival hat man auch da in diesem Jahr eine bestechend reiche Auswahl.

Melanie Raabe, die mit ihrem neuen und hochgelobten Thriller »Der Schatten« aktuell omnipräsent zu sein scheint, wird am 1. Oktober den brandneuen Psychothriller im Verlagshaus der Gießener Allgemeinen vorstellen und zeigen, dass sie nicht nur schreiben, sondern auch exzellent vorlesen kann. Krimi-Ikone Petra Hammesfahr ist mit ihrem aktuellen Thriller »Als Luca verschwand« am 11. Oktober im Verlagshaus am Urnenfeld dabei, Glauser-Preisträgerin Jutta Profijt kommt am 1. November nach Grünberg.Tanja Kinkel liest am 31. Oktober im Alten Schloss aus ihrem neuen Roman »Grimms Morde« und auch Tom Hillenbrand, der einen Koch in Luxemburg Fälle lösen lässt, wird am 10. Oktober beim neuen Festival-Leseort Klatschmohn sein Publikum begeistern.

Freuen kann man sich auch schon auf Sven Heuchert, der mit seinem drastischen Krimi »Dunkels Gesetz« um einen Ex- Söldner am 23. Oktober im Ulenspiegel auftritt – samt Soundtrack zur Lesung. 38 Autoren, zwei Theateraufführungen, viermal Krimi und Menü sowie zwei szenissche Lesungen – die Fülle des Angebots bleibt eine Herausforderung für Krimifestival-Besucher. Und dass das auch im nächsten Jahr der Fall sein wird, kann Lischper schon jetzt zusagen. Schließlich habe ein prominenter Vorleser für dieses Jahr absagen müssen, aber wolle 2019 kommen. »Ich habe die Zusage auf Video«, sagt Lischper mit einem Augenzwinkern

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